LinuxFAQ / Linux Installation

Index
  1. Welches sind die Hardwarevoraussetzungen?
  2. Welche Informationen (über meinen Computer) brauche ich bei der Installation?
  3. Wie kann ich Linux ohne CD-Laufwerk installieren?
  4. Wie soll ich meine Festplatte partitionieren?
  5. Kann man Linux auch ausprobieren, ohne es installieren zu müssen?
  6. Wie sollte ich ein Password vergeben?

Welches sind die Hardwarevoraussetzungen?

Für die meisten Linux-Distributionen gelten ähnliche Hardwarevoraussetzungen:

Prozessor: i386 und kompatible, oder höher Festplattenspeicher: ca. 300 MByte für Grundinstallation, ca. 450 MByte für X-Window-System Hauptspeicher: ab 16 MByte CD-ROM-Laufwerk

Bei älterer oder sehr neuer Hardware kann es unter Umständen vorkommen, dass diese nicht bzw. noch nicht vollständig unterstützt wird. Hierzu können im Internet aktuelle Listen unterstützter Hardware abgerufen werden.

Für Red Hat: http://hardware.redhat.com/hcl/ external Link

Es gibt allerdings auch eine ganze Reihe von Portierungen, für andere Hardware angepasste Linux-Versionen, z. B. für DEC Alpha, SUN SPARC und Ultra SPARC, 680x0-Reihe von Motorola Prozessoren (Amiga, Atari, Macintosh, SUN 3, …), PowerPC, Power Macintosh, Motorola MC68000 (u. a. PalmPilot), IBM MCA (RS/6000, AS/400), IBM S390 (zSeries), Arcon und ARM CPUs, DEC, VAX, NeXT, für diverse Handhelds und viele andere.

Welche Informationen (über meinen Computer) brauche ich bei der Installation?

CD-ROM-Laufwerk: Typ (IDE oder SCSI, …)
Tastatur: Layout (Sprache), Anzahl Tasten, USB?, …
Maus: Typ (Seriell oder PS/2, USB, …), Anzahl Tasten, …
Festplatte(n): Typ (IDE, SCSI), Größe, RAID, Primäre Festplatte
Grafikkarte: Modell, Speicher (MB)
Monitor: Modell, max. Bildwiederholungsrate, …
RAM (MB)
Schnittstellen, sonstige Geräte (Drucker, Scanner, …)
Netzwerkkarte: Hersteller, Modellnummer, DHCP ?, IP-Adr., Netzmaske, Gateway, IP-Adresse DNS-Server, Domainname, Hostname
Bootmanager: LILO oder GRUB, …

Weitere Informationen über Geräte erhalten Sie mit den Befehlen:

lspci Listet alle PCI-Geräte auf lspnp Listet alle “Plug and Play”-Geräte auf lsusb Listet alle USB-Geräte auf

Mit der Option —v erhält man jeweils eine detailiertere Ausgabe.

Beispiel: lsusb —v

Wie kann ich Linux ohne CD-Laufwerk installieren?

Die günstigste alternative Installationsquelle stellt das Netzwerk dar. Die Installation kann hierbei bei den meisten Distributionen wahlweise über NFS, FTP oder HTTP durchgeführt werden. Als Voraussetzung gilt immer, dass das Netzwerk vorher bereits konfiguriert und aktiviert wurde und ein Zugang zu dem Server besteht, wo die Installationsdateien abgelegt sind.

Wer auch kein Netzwerk zur Verfügung hat und dennoch mit Linux arbeiten möchten kann eine der minimalen Varianten, den sog. “1-Disk-Distributionen”, in der Regel aus einer Boot-Diskette bestehend ausprobieren.

Wenn Sie Linux ausprobieren möchten, ohne es überhaupt installieren zu müssen, kann ich Ihnen eine von CD lauffähige Version empfehlen: Knoppix http://www.knoppix.de/ external Link.

Wie soll ich meine Festplatte partitionieren?

Falls es sich um die Installation eines Arbeitsplatzes handelt und alle Partitionen auf einer Festplatte untergebracht werden sollen, genügt eine einfache Einteilung der Festplatte in folgende Partitionen:

swap Der Swapbereich wird in Abhängigkeit vom vorhandenen Arbeitsspeicher gewählt. Eine Faustregel angewandt, wird die Swap-Partition gleich groß wie der Arbeitsspeicher gewählt, bei knappem Arbeitsspeicher oder bei hohen Anforderungen kann diese doppelt so gross wie der Arbeitsspeicher gewählt werden.

/boot Die in /boot gemountete Partition enthält den Betriebsystem-Kernel, sowie weitere Dateien, die während des Systemstarts benötigt werden. Somit genügt hierfür meist eine Größe von ca. 32, bei neueren Linuxvarianten 64 oder 128 Megabyte.

/ Auf dieser Partition (Root-Partition) befindet sich “/”, das Root-Verzeichnis. Hierfür wird der meist der Rest der verfügbaren Festplattenkapazität zugeteilt.

Kann man Linux auch ausprobieren, ohne es installieren zu müssen?

JA! Es gibt eine komplett von CD lauffähige Linux-Distribution mit dem Namen KNOPPIX. Diese ist eine Debian-basierte GNU/Linux-Distribution mit automatischer Hardwareerkennung und Unterstützung für viele Grafikkarten, Soundkarten, SCSI-Geräte und sonstige Peripherie. Es ist keinerlei Installation auf Festplatte notwendig. Auf einer CD sind durch transparente Dekompression bis zu 2 Gigabyte an lauffähiger Software installiert.

Zu den “Highlights” von Knoppix zählen u. a.:

  • KDE V3.x als Standard-Desktop mit K Office und WWW-Browser Konqueror
  • X Multimedia System (xmms) mit MPEG-Video und MP3- sowie Ogg Vorbis Audio Player
  • Internet-Zugangssoftware kppp und isdn-Utilities
  • Gnu Image Manipulation Program (GIMP)
  • Hilfsmittel zur Datenrettung und zur Systemreparatur auch anderer Betriebssysteme
  • Netzwerk- und Sicherheits-Analysetools für Netzwerkadministratoren
  • OpenOffice(TM), die GPL-Entwicklerversion der bekannten StarOffice(TM)-Office-Suite
  • Viele Programmiersprachen, Development-Tools (u.a. kdevelop) sowie Bibliotheken für Softwareentwickler
  • Insgesamt über 900 installierte Softwarepakete mit über 2000 lauffähigen Anwenderprogrammen, Utilities und Spielen.

Weitere Informationen, sowie die aktuelle Version - auch zum kostenlosen Download - erhalten Sie unter: http://www.knopper.net/knoppix/ external Link

Wie sollte ich ein Password vergeben?

Das Passwort zum Linux-Account, vielleicht sogar zum Benutzer root sollte, wie im Allgemeinen alle Passwörter nach gewissen Regeln vergeben werden. Vermeiden Sie allzu offensichtliche Passwörter, wie “asdf” oder “geheim”. Ein sicheres Passwort sollte aus einer Kombination von Buchstaben und Ziffern bestehen und mindestens acht Zeichen lang sein. Eindeutige und dennoch leicht zu merkende Passwörter können beispielsweise durch die Veränderung eines beliebigen Wortes, Stachelbeere => 5tache1beere, oder die Verwendung der Anfangsbuchstaben eines ganzen Satzes gebildet werden: Dieses Passwort wird kein Hacker in 5 Minuten erraten => DPwkHi5Me. Da unter Linux die Passwörter bis zu 256 Zeichen lang sein können spricht auch nichts dagegen, einen kompletten Satz als Passwort zu verwenden: Mein Passwort kann ich mir leicht merken.

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